Sprachraum Afrika
Interdisziplinäres lehren und lernen
Interdisziplinäres Lernen ermöglicht die Verknüpfung verschiedener Fachgebiete und schafft eine Grundlage, um Wissen und Methoden aus unterschiedlichen Disziplinen miteinander zu verbinden. Dabei werden Zusammenhänge zwischen verschiedenen Wissensbereichen hergestellt, um ein tieferes Verständnis zu fördern. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Förderung von Mehrperspektivität, die das „Denken über die Grenzen hinweg“ und ein ganzheitliches Verständnis ermöglicht. Besonders bei der Lösung komplexer Probleme zeigt sich die Stärke interdisziplinären Arbeitens. Reale, vielschichtige Fragestellungen erfordern ein breites Spektrum an Herangehensweisen und eine hohe Flexibilität. Dieses Lernen vermittelt die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und kreative Lösungen zu entwickeln, die über rein fachliche Grenzen hinausgehen.
Projekt: Interdisziplinäre Sitzung der Französischdidaktik und Gegoraphiedidaktik
Thema: Sprachraum Afrika - La Frankophonie und die Raumkonzepte nach Wardenga. Eine interdisziplinäre Perspektive
Ziel: Entwicklung eines Vermittlungskonzeptes zum “Sprachraum Afrika”
Vorbereitung in den einzelnen Kursen:
Französischdidaktik: Entwicklung von Postern zur folgenden Aufgabenstellung: Begründete Auswahl eines frankophonen Landes und Einführung in die Raumkonzepte Wardengas (Text aus der Geodidaktik). Anschließende Ausarbeitung der Konzepte des gewählten Raumbeispiels (frankophones Land)
Geographiedidaktik: Zeitpunkt: In der Sitzung vor der interdisziplinären Sitzung (ca. 30 Minuten)
Aufgaben:
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Was ist die Frankophonie? Was sind frankophone Länder? Bei Bedarf Rpckfragen sammeln. (5 Minuten)
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Rückbezug Wardengas Raumkonzepte:
• Rufen Sie die Raumkonzepte nach Wardenga in Erinnerung und diskutieren Sie in Ihrer Kleingruppe darüber
• Sammeln Sie dazu Merkmale der verschiedenen Raumkonzepte
• Seien Sie vorbereitet, die Raumkonzepte zu erklären
(5 Minuten)
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Poster-Vorbereitung in Kleingruppen: Vorbereitung für den Austausch
• Überblick des Vorhabens (der Unterrichtsentwürfe/ Poster)
• Was ist unklar? Rückfragen (z.B. inhaltlich; Stundengestaltung..)
• Raumkonzepte: Welche Raumkonzepte haben die Studierenden ausgewählt? Wie ist die Auswahl zu begründen?
• Überlegen Sie als Expert*innen anhand der Inhalte: Eignen sich die ausgewählten Raumkonzepte und warum?
• Ergänzen Sie ggf. alternative Ideen zur Anwendung der Raumkonzepte
(20 Minuten)
Durchführung der gemeinsamen Sitzung
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Französischdidaktikerinnen stellen die Poster vor: Gallery Walk zum inhaltlichen Austausch in den “Poster-Gruppen” mit jeweils 3-4 Geographiedidaktikerinnen (ca. 35 Minuten)
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Arbeitsphase in Kleingruppen für jedes Poster und folgenden Leitfragen:
• Wie könnten die Entwürfe weiterentwickelt werden?
• Wie kann das Thema Frankophonie unter Perspektive der Raumkonzepte im Unterricht weiterentwickelt werden?
• Diskutieren Sie dazu auch fachdidaktische Perspektiven für den Unterricht
• Diskutieren Sie mögliche Lernsettings des interdisziplinären Unterrichts
• Welche Chancen und Grenzen gibt es im interdisziplinären Unterricht? (Konkretes Beispiel finden)
• Eigene Erfahrungen mit interdisziplinärer Lehre austauschen
(30 Minuten)
Kompetenzen
… zur Förderung der transkulturellen Kompetenz im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts Geographie- und Französischdidaktik
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Erwerb interkultureller Sensibilität: Die Studierenden sollen die Fähigkeit entwickeln, kulturelle Unterschiede zwischen der eigenen Kultur und den vielfältigen Kulturen der Frankophonie zu identifizieren, zu analysieren und zu reflektieren. Dies umfasst das Verständnis von Normen, Werten und Verhaltensweisen, die in verschiedenen geografischen und kulturellen Kontexten der Frankophonie eine Rolle spielen.
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Wertschätzung kultureller Diversität: Die Studierenden sollen ein Bewusstsein für die kulturelle Vielfalt innerhalb der Frankophonie in Bezug zur Geografiedidaktik entwickeln.
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Geografische und kulturelle Reflexion: Die Studierenden sollen die Wechselwirkungen zwischen geographischen Gegebenheiten und kulturellen Identitäten in der Frankophonie reflektieren. Dies umfasst die Analyse, wie geografische Faktoren wie Klima, Topografie und Ressourcenverteilung die kulturelle Entwicklung und die Lebensweisen der Menschen in frankophonen Ländern beeinflussen.
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Praktische Anwendung transkultureller Kompetenzen: Die Studierenden sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Wissen mit Studierenden eines anderen Fachbereichs zu teilen und in einem neuen Kontext anzuwenden.